Fausto Coppi

Italien 1919 - 1960 Cyclisme 1939-1959

Statistiken begrenzt auf die in unserer Datenbank erfassten Wettbewerbe.

17 Siege (Gesamtwertung oder Eintagesrennen)
27 Podien
9 Tour-de-France-Etappen

Palmares

Jahr Wettkampf Klassement Platz
1956 Tour de Lombardie 2e
1955 Paris-Roubaix 2e
Tour d'Italie 2e
1954 Tour de Lombardie 1er
1953 Tour d'Italie 1er
1952 Tour de France Bester Kletterer 1er
Tour de France Gesamtwertung 1er
Tour d'Italie 1er
Paris-Roubaix 2e
1951 Tour de Lombardie 3e
Tour de France Gesamtwertung 10e
1950 Paris-Roubaix 1er
Flèche wallonne 1er
Tour de Lombardie 3e
1949 Tour de France Bester Kletterer 1er
Milan-San Remo 1er
Tour de France Gesamtwertung 1er
Tour de Lombardie 1er
Tour d'Italie 1er
Flèche wallonne 3e
1948 Milan-San Remo 1er
Tour de Lombardie 1er
Omloop Het Nieuwsblad 2e
1947 Tour de Lombardie 1er
Tour d'Italie 1er
1946 Milan-San Remo 1er
Tour de Lombardie 1er
Championnat de Zurich 2e
Tour d'Italie 2e
1940 Tour d'Italie 1er

Tour de France: Einzelheiten nach Ausgabe

1952 Gesamtwertung : 1er 5 gewonnene Etappen
1951 Gesamtwertung : 10e 1 gewonnene Etappe
1949 Gesamtwertung : 1er 3 gewonnene Etappen

Schlüsselfakten

  • Devient le premier coureur de l'histoire à réaliser le doublé Giro-Tour la même saison, en 1949 puis en 1952
  • Remporte 5 Giri d'Italia et 2 Tours de France au cours de sa carrière
  • Pulvérise le record de l'Heure en 1942 en pleine guerre avec 45,798 km parcourus à Milan
  • Passe près de deux ans prisonnier de guerre en Afrique du Nord avant de reprendre la compétition en 1945
  • Sacré champion du monde sur route en 1953 à Lugano
  • Sa rivalité avec Gino Bartali divise et passionne l'Italie entière pendant plus d'une décennie
  • Décède en 1960 à 40 ans d'un paludisme mal diagnostiqué, quelques semaines après un voyage en Afrique

Biografie

Fausto Coppi wurde am 15. September 1919 in Castellania geboren, einem kleinen Weinbaudorf im Piemont, und wuchs in einer Familie einfacher Bauern auf. Früh wegen seines ungewöhnlich flüssigen Tritts entdeckt, arbeitete er als Botenjunge für einen Metzger, bevor er an lokalen Rennen teilnahm. 1939 wurde er bei Legnano Profi und beeindruckte die Kenner des italienischen Radsports sofort mit seiner innovativen aerodynamischen Sitzposition und seinem natürlichen Renninstinkt.

Sein Aufstieg war rasant: Bereits 1940, mit nur zwanzig Jahren, gewann er seinen ersten Giro d'Italia. Der Zweite Weltkrieg unterbrach diesen Aufstieg abrupt. 1943 in Nordafrika eingezogen und später gefangen genommen, verbrachte Coppi fast zwei Jahre in Gefangenschaft, bevor er 1945 in den Wettkampf zurückkehrte. Diese erzwungene Pause tat seinem Talent keinen Abbruch: Nach seiner Rückkehr zählte er sofort wieder zu den besten Fahrern der Welt.

Der Höhepunkt seiner Karriere erstreckte sich von 1946 bis 1953. Coppi wurde der erste Fahrer der Geschichte, dem das Giro-Tour-Double in derselben Saison gelang, ein Kunststück, das er 1949 vollbrachte und 1952 wiederholte. Insgesamt gewann er fünf Giri d'Italia, zwei Tours de France, drei Ausgaben von Mailand-San Remo und fünf Ausgaben des Lombardei-Rundfahrt. 1942, mitten im Krieg, pulverisierte er in Mailand den Stundenweltrekord mit 45,798 Kilometern, eine Marke, die mehr als ein Jahrzehnt Bestand haben sollte. Seine Rivalität mit Gino Bartali, Verkörperung zweier gegensätzlicher Visionen des Nachkriegsitaliens, begeisterte das ganze Land und ging weit über den Sport hinaus.

1953 in Lugano zum Straßenweltmeister gekrönt, geriet Coppi anschließend in einen allmählichen Niedergang, geprägt von wiederkehrenden Verletzungen und einem turbulenten Privatleben, das im katholischen Italien der 1950er Jahre für Skandale sorgte. Er beendete seine Karriere 1959. Am 2. Januar 1960, wenige Wochen nach einer Jagdreise nach Obervolta (dem heutigen Burkina Faso), starb er im Alter von nur vierzig Jahren an einer falsch diagnostizierten Malaria und stürzte ganz Italien in tiefe Bestürzung.

"Il Campionissimo" genannt, bleibt Fausto Coppi eine Gründerfigur des modernen Radsports. Sein fließender Stil, seine aerodynamische Sitzposition und seine Fähigkeit, sowohl die Berge als auch das Zeitfahren zu dominieren, inspirierten ganze Generationen von Fahrern. Seine Rivalität mit Bartali bleibt eine der größten Sagen der italienischen Sportgeschichte.